Laufen in Berlin-Patagonien

Eine endlos weite, windige Fläche, überwachsene Asphaltschneisen‚ karge Vegatation mit graugrünen Grasflächen, auf denen Vögel brüten. Verstreut stehen ein paar alte abgewrackte Positionsschilder.

Patagonien? No, it’s Tempelhof, stupid. Das Tempelhofer Feld, ehemals Flughafengelände, jetzt ein wunderbar wilder Park. Ein Park wie Berlin: Ungekämmt, aber voller Überraschungen.  Hier finden sich deshalb auch noch andere Tiere: Kanalratten z.B.‚ wenn sie ihr gewohntes Habitat am Teltowkanal mal verlassen. Denn das Tempelhofer Feld hat auch einen wunderbaren Läuferrundkurs von ca 6,5 km. Die philosophierende Kanalratte liebt diese Strecke. Hier erlebt sie nicht die Relativität der Zeit, sondern die Relativität des Raums. Man läufi gefühlte Stunden, ohne dass die Silhouette von Neukölln näherrückt. Statt kleiner, wird der Raum größer und dehnt sich. Laufen im Tempelhofer Feld: Ein klitzekleines Gefühl der Unendlichkeit.

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